Das Dach über dem Kopf muss bezahlbar bleiben

Ortsverein

SPD-Ortsverein Furth hielt Jahreshauptversammlung ab

 

„Selbst im so ländlich geprägten Furth spielt das Thema „bezahlbarer Wohnraum“ bei vielen Menschen mittlerweile eine große Rolle“, stellte Gemeinderat Hans-Peter Scherble bei der Jahreshauptversammlung der Genossen im Gasthaus Kreitmeier in Niedersüßbach fest. Mit dabei war auch die Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete aus der Nachbargemeinde Pfeffenhausen, Ruth Müller, die über die Initiativen der SPD-Landtagsfraktion in Sachen Wohnungsbau berichtete. „Vor rund 15 Jahren waren Experten aus der Baubranche, der Wissenschaft und der Politik der Meinung, dass in Deutschland keine nennenswerte Bautätigkeit mehr nötig sei“, berichtete Müller. Der demographische Wandel hatte bereits in einigen Regionen Deutschlands zu Leerständen geführt und so sprach man sogar schon vorsichtig von „Rückbau“. Doch die Familienstrukturen änderten sich, die Single-Wohnungen nahmen zu und der demographische Wandel blieb in vielen Regionen aus. „Gerade unsere Region Landshut ist dank ihrer wirtschaftlichen Stärke ein attraktives Zuzugsgebiet und liegt auch noch im Speckgürtel von München“, so Müller. Die Einwohner-Entwicklung der letzten Jahre sowohl im Landkreis Landshut als auch in der Stadt zeige ein stetiges Plus. Das habe Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt und insbesondere Alleinerziehende, Rentner oder Studierende suchen dringend bezahlbare Wohnungen. „Hinzu gekommen ist der Sündenfall des damaligen CSU-Finanzministers Markus Söder, der 32.000 GBW-Wohnungen an einen privaten Investor verkauft hat“. Auch im benachbarten Altdorf wurden rund 250 Sozialwohnungen verkauft, von denen 2019 die ersten aus der Sozialbindung fallen werden. „Steigende Mietpreise sind die Folge, sodass sich die Menschen, die dort schon lange leben, ihre Wohnung nicht mehr leisten können“, berichteten die SPD-Mitglieder aus Gesprächen mit Verwandten und Bekannten, die dort leben. Das Ziel der bayerischen SPD ist es deshalb, eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft zu gründen und damit 25.000 neue Wohnungen zu bauen. Zudem müsse die Sozialbindung von gefördertem Wohnraum verlängert werden, stellte Ruth Müller fest. Um mehr Wohnungsbau zu verwirklichen, braucht es günstigen Baugrund und hier sei der Staat in der Pflicht, seine eigenen Grundstücke nicht zu Höchstpreisen zu verkaufen, sondern sie für die Städte Gemeinden und Wohnungsbau-Genossenschaften günstig zur Verfügung zu stellen. „Wohnen ist die soziale Frage und Herausforderung für die nächsten Jahre der bayerischen Politik“, so Müller. „Wir wollen, dass sich alle ihr Dach über dem Kopf leisten können, egal ob Furth oder München ihre Heimat ist“.

Zum Abschluss der Veranstaltung berichtete Gemeinderat Hans-Peter Scherble von den anstehenden umfangreichen Aufgaben des Gemeinderates z.B. Neubau des Kinderhauses in Furth, Weiterentwicklung des Klosterareals mit Schaubrauerei mit Gastronomie und Schaudestille, Radweg entlang der LA 23 ( Reisgang ), Rad-und Fussweg Richtung Edlmannsberg, Überwachung des ruhenden Verkehrs usw. Er lobte auch die gute Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums.

 

 

 
 

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